Wussten Sie, dass der Strauss ursprünglich nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent beheimatet war? Nein auch in grossen Gebieten Vorderasiens und Europas war er heimisch wie diverse Knochenfunde der heutigen Zeit belegen. Wegen seiner Attraktivität im Bezug auf die Verwertung seines ganzen Körpers vom Fleisch über die Federn bis zu Haut und Knochen war und ist er seit jeher ein beliebtes Jagdtier. Das brachte ihn auch an den Rand der Ausrottung und erklärt seine noch übrig gebliebenen Bestände in den menschenarmen wüsten- und Steppengebieten Afrikas.

In Afrika hat die Farmhaltung von Straussen seit langem Tradition. Zuerst wurde der Vogel seiner Federn, später seiner Haut wegen gehalten. Das Fleisch galt in Afrika lange Zeit als Nebenprodukt und wird auch heute noch fas ausschliesslich nach Europa verkauft. Die landwirtschaftliche Straussenhaltung in Europa wird erst seit Anfang der 90er Jahre betrieben.

Weil Strausse ausgesprochen gute und fleissige Weidetiere sind finden sie auf den weitläufigen Wiesenflächen Mitteleuropas ideale Lebensbedingungen vor.
In vielen Gebieten wird eine ganzjährige Weidehaltung mit Offenstall praktiziert. Hierfür müssen allerdings zwingend genügend grosse Gehege mit dichtem Pflanzenbewuchs zur Verfügung stehen.

Eine Gruppenhaltung von Straussen ist zwingend erforderlich weil sie ein sehr enges soziales Gefüge haben. In der Gruppe fühlen sie sich sicher und geborgen und ausserdem entspricht diese Haltungsform auch ihrem Verhalten in der Natur. Das Umherstreifen in lockeren Herdenverbänden ist ein guter Schutz vor Fressfeinden.

Die europäischen Farmstrausse werden mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Nach knapp einem Jahr lassen sich die Geschlechter anhand des Federkleids unterseiden. Männchen färben sich intensiv schwarz bis dunkelbraun, während die Weibchen ein gräulich- braunes Gefieder tragen. Der Schnabel und die Beine des Männchens verfärben sich während der Balz intensiv rot. Zuchttiere werden meistens in Kleingruppen von einem Hahn und mehreren Hennen gehalten. Die Hennen legen von Februar bis September zwischen 40 und 100 Eier. Um möglichst viele Kücken zu bekommen werden die cremefarbigen Eier in riesigen Brutmaschinen künstlich ausgebrütet. Theoretisch ist allerdings auch einen Naturbrut möglich jedoch werden damit deutlich weniger Jungtiere erzielt und nicht alle Elterntiere sind geduldige Brüter.

Die Straussenkücken schlüpfen nach 42 Tagen unter grossen Anstrengungen meistens selbständig aus den riesigen Eiern. In den ersten Tagen sind sie sehr zarte Wesen und brauchen eine optimale Betreuung durch den Halter.

Nach etwa drei Monaten sind sie den Kinderschuhen entwachsen und können ganztägig wie die Alttiere im Freilauf gehalten werden.

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